06 September 2018

Es ist doch schön, für eine Nacht Prinzessin zu sein

Mit dem Opernball beginnt am Freitag, 14. September, die Ballsaison.

Dann haben festliche Kleider und Anzüge ihren großen Auftritt. Doch welche Trends gibt es bei der Abendmode, was gehört zu einem perfekten Outfit? Wir haben uns in einigen Geschäften umgehört.

Darf es ein bisschen mehr sein? Wenn es um den Opernball geht, dann fällt die Antwort von Alexandra Schacher eindeutig aus. „Auf jeden Fall! Für diesen Anlass darf es schon ein bisschen pompös sein." Gemeinsam mit der Designerin Marion Wörlein hat die Geschäftsfrau vor wenigen Wochen in der Adlerstraße einen Modeladen eröffnet. „Abendrot und Fadengold" heißt das Geschäft, in dem es nicht nur die Designerdirndl gibt, mit denen Wörlein bekanntgeworden ist, sondern auch Edles für den großen Auftritt.

„Wir wollen etwas andere Abendmode bieten", so Schacher. Neben ausgewählten Stücken anderer Designer sind vor allem Wörleins eigene Kreationen zu haben. Auf Wunsch fertigt die 49-Jährige auch auf Bestellung nach den Vorstellungen ihrer Kundinnen an.

Und wie sieht es in ihren Augen aus, das perfekte Abendkleid? Auch Wörlein mag es aufwendig, „es ist doch schön, mal für eine Nacht Prinzessin zu sein". Den einen Trend gibt es in ihren Augen nicht, nur zu schlicht sollte das Outift für die lange Nacht im Opernhaus eben nicht sein. „Pailletten sind immer noch aktuell", ergänzt Schacher. Aber auch Chiffonblumen und Strasssteine schmücken die edlen Roben. Wird dann noch ein hochwertiger Stoff verarbeitet und in viele Falten gelegt, sind für das Kleid locker um die 1000 Euro fällig.

Wer eine günstigere Lösung sucht, wird aber natürlich auch fündig — in Form von schlichteren und dann natürlich auch nicht maßgeschneiderten Kleidern. Und wer das Ungewöhnliche mag, greift vielleicht zu Wörleins Abendröcken. Die sehen nicht nur schick aus, sondern lassen sich je nach Anlass immer wieder neu kombinieren. Wenn es etwas lässiger sein soll, trägt Frau ein schlichtes T-Shirt dazu, soll es aufwendiger sein, passt eine elegante Bluse. So einen Abendrock könne man problemlos auf mehreren Bällen tragen, betont Schacher. Bei einem Kleid sei das natürlich auch möglich, „aber nicht unbedingt kurz hintereinander". Vor allem prominente Frauen, die oft fotografiert werden, müssten da aufpassen.

Ansonsten gibt es aus Wörleins Sicht keine Vorgaben, „farblich geht alles". Wichtig sind passende Accessoires wie zum Beispiel ein Kaschmirtuch für die Schultern und ein eleganter Schuh. Doch der muss nicht unbedingt hoch sein, die beiden Damen haben auch mit Strasssteinen geschmückte Ballerinas im Angebot. Schacher hat sich schon ein paar ausgesucht, „so kann ich den Abend wenigstens genießen". Nach ihrem eigenen Outfit sucht die 50-Jährige dagegen noch — vielleicht wird es ein Abendrock. „Da fällt auch nicht auf, wie hoch die Schuhe sind." Sabine Krönlein empfiehlt trotzdem High Heels zum Abendkleid. „Da sieht das Bein einfach schöner aus." Und das mache sich zum Beispiel beim Tanzen bemerkbar, betont die Leiterin der Abteilung für Damenoberbekleidung bei Wöhrl am Weißen Turm. Krönlein hat festliche Kleider „für jede Figur und jedes Alter" im Angebot, auch bei den Farben ist die Vielfalt groß. Erlaubt sei, was gefällt und was passt. „Nur lang muss es sein für den Opernball", sagt die Fachfrau.

Marine, Anthrazit, Schwarz, Rosé und Rot in allen Schattierungen zählen für sie zu den klassischen Tönen, neu im Angebot sind ein dunkles Grün und ein sehr dunkles Rot.

Auch bei den Schnitten hat Frau die Qual der Wahl, neben der klassischen A-Linie, die sich laut Krönlein mit ihrem schwingenden Rock beim Tanzen gut macht, gibt es Kleider mit Corsagen, Rüschen und Volants und schmale Varianten im Mermaid-Stil. Das heißt, sie sind schmal geschnitten bis zum Knie und werden erst unterhalb davon weit, was die Expertin eher „jüngeren Damen mit kleineren Kleidergrößen" empfiehlt.

Ob schlicht oder aufwendig, sei dagegen Geschmackssache, findet Krönlein. Man könne jedes Outfit mit auffälligem Schmuck, Bolero oder Clutch aufwerten und so auch immer wieder variieren. „Dann lässt sich ein Kleid auch mehrfach tragen, ohne dass es auffällt." Schließlich änderten sich die Trends in der Abendmode nicht so schnell. Das gilt erst recht für die Männer unter den Ballbesuchern, die laut Martin Barzauner, einer von zwei Geschäftsleitern im Wöhrl-Stammhaus, mit einem schwarzen oder nachtblauen Smoking immer gut angezogen sind. Diesen gibt es lediglich in zwei Varianten, nämlich mit Schalkragen oder in Spitzfassung, soll heißen mit Revers.

Akzente setzt der Mann beim Einreiher mit einem Kummerbund, Fliege und Einstecktuch machen das Ensemble komplett und sorgen für farbliche Abwechslung. Wichtig beim Hemd laut Barzauner: Eine verdeckte Knopfleiste und Manschetten. Die Armbanduhr bleibt dann zu Hause, allenfalls eine Taschenuhr sei erlaubt.

Perfekt sei es, wenn das Outift der Frau und das ihres Begleiters sich farblich ergänzen und er zum Beispiel Fliege und Einstecktuch in der Farbe ihres Kleides trägt. „Dann weiß man, wer zusammengehört." Und für die Frauen hat Krönlein noch einen wichtigen Tipp parat: In die Clutch gehört aus ihrer Sicht immer eine Ersatzstrumpfhose. Dann kann es nicht passieren, dass eine schnöde Laufmasche den großen Auftritt verdirbt.
SILKE ROENNEFAHRT

Quelle: nordbayern.de

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